Neues Tagebuch von Erika Hansen-Lorenzen ab 2010

Oktober 2017

Hoppla, jetzt merke ich, wie die Zeit verrennt, wenn ich auf diese Seite schaue. Ich bin sehr aktiv in Sachen Kunst unterwegs, organisiere Ausstellungen, schreibe auch wieder. Und habe trotzdem beschlossen, dass das kommende Jahr anders werden soll. Doch der Reihe nach.

Die Retrospektive für Max im März war prima, für mich auch ein Stück weit eine Aufarbeitung. Das Publikum hat eine Seite von ihm und seiner Malerei kennengelernt, die den meisten fremd war: ich hatte mir viele Bilder ausgeliehen, um wirklich einen Querschnitt durch alle Jahrzehnte seiner Kunst zeigen zu können.

Jedenfalls habe ich sehr viel Zustimmung dazu erfahren. Und es haben sich neue Kontakte ergeben, sich noch mehr mit Kunst beschäftigen zu können. Ich zähle mal kurz auf, was im Laufe des Jahres alles in Sachen Kunst bei mir so gelaufen ist, d.h. wo ich mitgeholfen habe (denn das ist ist für mich kein Job, sondern eine freiwillige unentgeltliche Mitarbeit):Neben Retrospektive Max  Ausstellungen in der Schweiz, der Pfalz und in Paris für Thomas Oehm. Tolles Erlebnis für mich waren die Performances mit Theater oder Jazzmusik live. 

Die große Herausforderung war die Ausstellung auf der Oberrheinmesse in Offenburg Ende September, das Thema (Kunst für die gute Stube) war schon vorgegeben und ich habe versucht, es umzusetzen. 32 Künstler! Und dazu der knappe Zeitrahmen. Das Ganze lief für Kosmos-Schwarzwald, eine Bewegung, die sich die kulturelle Darstellung des Schwarzwalds zur Augabe gemacht hat.

Dann im Oktober wieder eine Ausstellung im Georg-Dietrich-Areal mit den Skulpturen von Andreas Fahr, auch eine prima Sache.

Die große Überraschung steht jetzt ins Haus, nämlich die Teilnahme an der Straßburger Kunstmesse ST'ART 2017. Überraschung deshalb, weil man von 3 Künstlern, die wir gemeldet hatten (u.a. auch Max), nur Thomas Oehm ausgewählt hat. Ich freue mich sehr, denn das ist für ihn wie für mich eine Bestätigung. Die Messe wird sein jetzt vom 17-20. November in Strasbourg, für alle Kunstinteressierte hier ohnehin ein Muss. Wer die Ausstellung von Thomas Oehm im vergangenen Jahr in Offenburg gesehen hat, wird sich wundern, ihn neu zu entdecken, denn der Mann ist so unglaublich vieleitig, macht sich viele Gedanken und setzt das in der Kunst um - (z.B. was entdecken Archäologen in 500 Jahren, wenn sie hier in Europa graben werden? -dazu seine Vorstellung als Installation in Strasbourg), oder die berührende Foto-Geschichte einer Begegnung auf einer Bank.... seht bitte auch die Ankündigung auf der Seite Bilder!

Und derzeit bin ich mitten in den Vorbereitungen für die letzte Ausstellung für dieses Jahr, einer Weihnachtsaussstellung, wieder im Georg-Dietrich-Areal. Sie könnte vielleicht die frühere Weihnachtsausstellung ersetzen, die es im Spitalspeicher jahrzehntelang gab. Wieder viele Kunstschaffende, wieder viel Improvisation, aber ich liebe ja Herausforderungen.

Wie es im nächsten Jahr weitergeht, weiß ich noch nicht genau. Mit Max' Bildern sind mir ja noch immer die Hände gebunden (ihr wisst ja wieso). Man wird sehen. Auf jeden Fall werde ich mir tatsächlich erst mal eine Pause verordnen, die Augen und Ohren aber habe ich immer offen. Auch sind immer immer Menschen willkommen, die Kunst sehen wollen.

Und natürlich geht es weiter mit Kunst.

Liebe Grüße

Erika

 

 

Januar 2017

Es ist kaum zu glauben, so lange schon hab ich nichts mehr geschrieben! Aber es gab auch allen Grund, ich war so beschäftigt,  hab nämlich wieder angefangen mich in Sachen Kunst intensiv einzubringen. Und es macht mir wirklich sehr viel Freude, neue Kunst und Künstler kennenzulernen und etwas zu organisieren.

Ende Oktober dann gab es eine Ausstellung mit einem "Fremdkünstler" in Offenburg in den GALLERIES, das ist die Galerie von Uli Marx in der Kittelgasse. Thomas Oehm, ein Maler, der schon seit vielen Jahren in Paris lebt und arbeitet. Ich hatte seine Kunst im Frühjahr 2016 kenenngelernt und sie hat mich fasziniert. Obwohl oder vielleicht weil sie komplett anders ist, als das was wir von Max kennen. Aber man spürt in den Bildern sehr viel, die Kraft, den Willen, den dieser Mann in seine Arbeiten einbringt. Gleichzeitig sind die Zeichnungen sehr fein, feinfühlig, und man kann sich darin gänzlich verlieren. Entdeckt immer wieder etwas Neues. Sie berühren. Und, was soll ich sagen, es gab und gibt sehr große Zustimmung für seine Arbeiten. Die Vernissage war ein schöner Erfolg, die Galerie war restlos voll, die Stimmung war sehr angenehm. Jetzt darf ich diesen Künstler weiter betreuen, weiter mit seine Bildern arbeiten. Es gibt auch bereits 2 Ausstellungszusagen für die Schweiz und die Pfalz - ich werde davon dann berichten.

Durch diesen Maler habe ich dann andere Künstler kennengelernt und vor allem habe ich auch Kontakte in die Musikszene in Paris bekommen. Ich liebe Jazz, und konnte einige gute Jazzer hören. So ist dann auch der Wunsch entstanden,  Verbindungen zwischen Paris und Offenburg in der Kunstszene herzustellen. Und bin bereits auf dem Weg dazu - auch davon werde ich berichten, wenn es spruchreif ist.

Und das letzte Erwähnenswerte ist noch der MAX-KÖHLER-FÖRDERPREIS für Kunst und Musik, der im Oktober 2016 zum ersten Mal vergeben wurde (im Beisein von Max jüngster Tochter, sie und ihr Mann haben sich bereit erklärt, dafür zu sorgen, dass es weitergeht, wenn ich mal nicht mehr kann oder bin. Dass das alles organisatorisch so wunderbar problemlos gelaufen ist, verdanke ich dem KIWANIS-Club, der ja bekannt ist dafür, Mittel und Wege zu finden, Geld zu sammeln, damit Kindern, Jugendlichen und Organisationen geholfen werden kann. Das sind 1.000 € jedes Jahr, der MKFP ging dieses Jahr an die Förderklasse der Georg Monsch Schule, dafür wurden kindgerechte Instrumente bzw. Umbauteile für Instrumente gekauft, damit mehr Kinder Musik erlernen können.

Im März 2017 wird es dann eine Retrospektive mit Max Bildern geben. Die Nachfrage nach seinen Bildern ist groß, aber es gibt halt keine neuen mehr. Aber ich werde mich bemühen, auch in diesem Jaher wieder eine oder zwei gute Ausstellungen nach Offenburg zu holen.

Ihr seht, es war ein erfolgreiches Jahr 2016 für mich und für die Kunst. Ach ja, die Wolfacher Weihnachtseddition gabs auch wieder mit einem limitierten Bollenhutdruck (witzigerweise waren schon 30 Bestellungen da, da war das Bild noch nicht mal gedruckt).

Ich danke euch für eure Geduld und euer Wohlwollen....

Herzlichst

Erika

 

 

 

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